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Inkontinenz

Inkontinenz, im Volksmund auch als Blasenschwäche bekannt, bezeichnet das Unvermögen,
Urin willentlich zurückzuhalten und zu entleeren. Man unterscheidet verschiedene Arten der
Inkontinenz: Stressinkontinenz, Dranginkontinenz, Reflexinkontinenz, Überlaufinkontinenz und extraurethrale Inkontinenz.
     
Auch bei den Versorgungsmöglichkeiten der Inkontinenz gibt es diverse Möglichkeiten:
Saugende Inkontinenzversorgung, ableitende Versorgung, intermittierender Selbstkatheterismus
 
Verordnung und Kostenerstattung durch die Krankenkasse
Erstattung von Inkontinenzprodukten
Hilfsmittel zur Inkontinenzversorgung sind bei allen zugelassenen Leistungserbringern
(z. B. med. Fachhandel) erhältlich.
 
Rechtliche Grundlagen: §33 SGB V: Hilfsmittel
Die benötigten Hilfsmittel bei Inkontinenz sind zu Lasten der GKV verordnungs- und
erstattungsfähig (BSG-Urteil Az: 3 RK 15/89 vom 07.03.90). Der Anspruch gilt auch im
stationären Pflegebereich.
 
Der Betroffene sollte sich also nicht scheuen, seinen Arzt wegen der Verordnung von
Inkontinenzhilfsmitteln anzusprechen. Auskunft geben auch die Fachberater/Innen im
med. Fachhandel.
Hier erhalten Sie auch Informationen über die im jeweiligen Bundesland aktuelle
Festbetrags-Situation bzw. über die eventuell zu erbringende Zuzahlung bei qualitativ
hochwertigen und wirksamen Produkten.
 
Budget: Hilfsmittel sind weder budget- noch richtgrößenrelevant!
 
Verordnung: Hilfsmittel werden auf einem separaten Rezept (Muster 16) verordnet.
Das Feld „7“ ist anzukreuzen.
 
Zuzahlung: Inkontinenzhilfsmittel unterliegen der gesetzlichen Zuzahlungspflicht von 10 %
auf den Monatsbedarf, max. 10,- € pro Monat.
 
Wichtig: Auf dem Rezept ist ein Hinweis auf den Verordnungsgrund anzugeben, z. B.:
- „Harn- und/oder Stuhlinkontinenz: Behandlung einer Krankheit, z. B. Dekubitus/Dermatosen“
- „Harn- und/oder Stuhlinkontinenz: zur Prävention von Hauterkrankungen bei Demenz“
- „Harn- und/oder Stuhlinkontinenz: Ermöglichung der Teilnahme am gesellschaftlichen Leben“
Die namentliche Verordnung eines Produktes ist im Einzelfall möglich.
 
Unser Tipp: Für eine reibungslose Kostenübernahme der Krankenkasse sind die genaue Größe, Stückzahl und der Versorgungszeitraum anzugeben.
Bitte beachten Sie, dass einige Krankenkassen diesen Produktbereich ausgeschrieben haben.
In solchen Fällen dürfen nur die Ausschreibungsgewinner gegen Rezept liefern.
Sprechen Sie uns an, wir können Ihnen Hilfen anbieten.