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Stomaversorgung

Was ist ein Stoma?
Das Wort „Stoma“ kommt aus der griechischen Sprache und bedeutet „Öffnung/Mund“.
Jede künstlich geschaffene Körperöffnung wird als „Stoma“ bezeichnet. Darunter fallen die
Tracheo- und Enterostomata sowie die Urostomata.
 
u Wir bieten den Betroffenen ein gut funktionierendes auf die individuellen Bedürfnisse
    ausgerichtetes Versorgungssystem an.
u Wir beraten die Betroffenen zu Hause fachlich kompetent und produktneutral.
u Wir arbeiten mit Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen, ambulanten Pflegediensten
    sowie Ärzten und Kostenträgern zusammen.
 
Verschiedene Produkte können Sie auch in unserem Onlineshop beziehen:

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Sozialrechtliche Hinweise für den Stomaträger
 
u Der Schwerbehindertenausweis:
Stomaträger werden als Schwerbehinderte anerkannt. Sie haben damit Anspruch auf die Leistungen nach dem Schwerbehindertengesetz. Der Umfang der Behinderung wird von dem Versorgungsamt festgestellt, das für den Wohnsitz zuständig ist. Die Behinderung wird in Grad ausgedrückt. Personen mit einer Behinderung ab 50 Grad gelten als schwerbehindert und können dementsprechend einen Schwerbehindertenausweis beantragen. Antragsformulare sind über das örtliche Sozialamt oder die Gemeindeverwaltungen erhältlich.
Das Versorungsamt erteilt einen schriftlichen Bescheid über den festgestellten Grad der Behinderung. Wird diesem Bescheid von Seiten des Betroffenen nicht widersprochen, wird der Schwerbehindertenausweis zunächst meistens für eine Dauer von 5 Jahren ausgestellt. Bei Stomaträgern gilt eine Einstufung von 50 bis 70 Grad der Behinderung als Richtlinie.
Weitere körperliche Behinderungen, die neben dem Stoma bestehen, sollten bei der Antragstellung ebenfalls angegeben werden, da sie den Grad der Behinderung erhöhen können oder zur Eintragung bestimmter Merkzeichen im Schwerbehindertenausweis führen.
 
u Nachteilsausgleich nach dem Schwerbehindertengesetz:
Welche Leistungen in Anspruch genommen werden können, hängt vom Grad der Behinderung und dem eingetragenen Merkzeichen ab.
Folgende Möglichkeiten sind u.U. gegeben:
- Zusatzurlaub (in der Regel 5 Tage)
- Erweiterter Kündigungsschutz
- Steuerliche Vorteile bei der Lohn- und Einkommensteuer, z. B. durch erhöhte Freibeträge 
- Wohngeldzuschuss kann je nach Einkommenshöhe gewährt werden
- Das vorgezogene Altersruhegeld kann mit Vollendung des 60. Lebensjahres bezogen werden
- Befreiung von Rundfunkgebühren und Ermäßigung der Telefongebühren
- Hilfen zur beruflichen Weiterbildung oder Umschulung
- Kraftfahrzeugsteuer-Ermäßigung bzw. Vergünstigung bei der Beförderung im öffentlichen
 Personenverkehr
Informationsblätter mit den derzeit gültigen Bestimmungen über die Rechte und soziale Hilfen für Schwerbehinderte können beim Versorgungsamt angefordert werden.
 
u Die Anschlussbehandlung (AHB), die der Rehabilitation des Patienten dient, muss spätestens 14 Tage nach der Entlassung aus dem Krankenhaus angetreten werden.
Die Verlegung wird von der Klinik, in der der Patient operiert wurde, in die Wege geleitet.
 
u Kostenübernahme für Stoma-Versorgungsartikel:
Grundsätzlich sind Versorgungssysteme für Stomaträger als Hilfsmittel im Sinne des Rechts der gesetzlichen Krankenkasse anzusehen (§ 33 SGB V). Das Gesundheitsreformgesetz (GRG) hat jedoch einige Änderungen in der Kostenerstattung bewirkt.
Die Spitzenverbände der Krankenkassen haben ein Hilfsmittelverzeichnis erstellt, das die erstattungsfähigen Produkte enthält. Der Arzt vergewissert sich vor Ausstellung des Rezeptes, ob das gewünschte Versorgungssystem in diesem Verzeichnis gelistet ist, um damit die Kostenerstattung sicherzustellen. Für die meisten Produkte wurden 1993 auf regionaler Ebene Festbeträge festgelegt.
Das bedeutet, dass die Krankenkasse nur noch diesen Betrag für eine bestimmte Produktgruppe erstattet. Zuzahlung von 10% auf den Monatsbedarf, max. 10,- €.
 
Diese Angaben stellen keine Rechtsberatung dar und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Aktualität.